20. Dezember 2022

von Giovanna Franken

Ein „Hilfe“schrei nun nicht nur seitens der suchenden User, sondern aller Webseitenbetreiber, denn ein neues Rankingsignal mit dem Namen „Helpful Content Update“ vom 25.08.2022 hat uns längst sichtbar mit allen Auswirkungen erreicht. In diesem Artikel erklären wir, was es damit auf sich hat und wie Sie Ihre Website überarbeiten können, damit Ihr Content-Marketing mit qualifizierten und problemlösenden Inhalten überzeugt.

Was macht ein Google-Update aus?

Ein Google-Update ist nicht gleich ein Google-Update. Grundsätzlich unterscheiden wir drei verschiedene Arten von Updates: ein Everflux, das sequenziell recht häufig durchgeführt wird mit geringeren Auswirkungen auf das elementare Ranking für kleinere kontinuierliche Verschiebungen in den Google Suchergebnissen sorgt. Dann gibt es das Data Refresh, was eine Aktualisierung der Datenbasis des ursprünglichen Updates ist. Dieses Update hat mittelmäßige Auswirkungen auf Ihre Rankingveränderungen, ganz im Gegensatz zum Google-Core-Update wie Panda, Penguin, Medic oder Hummingbird. Und natürlich unser neuestes „Helpful Content“, das sich nicht hinter einem putzigen Tierkostüm versteckt.

Was geschieht genau?

Das Google Core-Update „Panda“ vom Februar 2011 beispielsweise bewertet Webseiten mit einem „qualitiy score“. Seit dem Data Refresh von 2016 sind alle Seiten zudem dauerhaft in einem Google-Algorithmus integriert. Der Algorithmus hat die Funktion Dublicate Content, Thin Content, User generated Spam und Keyword stuffing aufzudecken und lässt dies in die Rankingerstellung miteinfließen.

Name ist Programm: „Helpful Content“

Zu Deutsch „hilfreiche Inhalte“ sollen in den Google-Suchergebnisse mehr originelle und hilfreiche Inhalte zeigen, die wirklich die Suchintention der User treffen. Also Inhalte von Menschen für Menschen.

Im Rahmen des neuen Updates stellen sich dabei „people first“ und „SEO first“ gegenüber.

Was ist das Google Helpful Content Update genau?

Das neue Update ist ein seitenübergreifender Algorithmus, das bedeutet, dass ein ganz neues Usersignal von Google herangezogen wird, um ein Webseiten-Ranking zu erstellen. Hinter all dem steckt also nicht nur Einfluss auf Ihre einzelne Landingpage, sondern in der Quintessenz die Platzierung Ihrer gesamten Website. Das Update durchforstet Ihre Seiten und falls es auf viele Inhalte stößt, die nicht hilfreich für den Nutzer sind, also kein „Helpful Content“ darstellen, löst dies eine negative Klassifizierung aus. Content, der ausschließlich für SEO erstellt wurde, fliegt damit gänzlich auf und versaut Ihren wirklich originellen Beitrag gleich mit. Genaue Prozentangaben, ab wann dies geschieht, gibt Google leider nicht, daher können wir nicht sagen, ob und wie viel hochwertiger Inhalt die Waagschale ausgleichen kann.

Was ist nun zu tun? Auf Herz und Niere prüfen!

Zunächst einmal finden Sie heraus, ob Sie überhaupt von dem neuen Google Update vom August dieses Jahres betroffen sind. Dazu eignen sich sehr gut Anylseprogramme wie SISTRIX, zu deren Ergebnisse Sie aber im besten Fall einen Vergleichswert, wie etwa durch Google Analytics oder Keyword-Tracking-Tools (sind Ihre umsatzrelevanten Keywords betroffen?) hinzuziehen sollten. Während Ihrer Analyse werden Sie überdies feststellen, welche URLs wohl durch das Update in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Wenn Sie diese Analyse der URLs und ihrer SERPs (Search Engine Result Page, also Suchergebnisseiten) durchführen, müssen Sie bedenken, dass Aussagen über Schwankungen, Abfälle oder auch positive Verläufe erst nach einigen Wochen nach dem Update zuverlässig getroffen werden können. Aus allen Analyseergebnissen sollte für Sie nun erkenntlich sein, an welchen Ihrer Pages Sie die Stellschrauben drehen müssen.

Welche Inhalte müssen nun überarbeitet werden?

Google äußerte sich, dass die Bereiche für Online-Bildungsmaterial, Kunst und Unterhaltung, Einkaufen und der technische Bereich wohl am meisten die Auswirkungen zu spüren bekommen, da sie in der Vergangenheit zu häufig ein Augenmerk auf die Suchmaschinenoptimierung hatten. Inhalte dieser Bereiche waren also weniger für den Nutzer erstellt als auf ein hohes Ranking in den Suchergebnissen aus.

Nun heißt es hochwertige Inhalte erstellen, wenn man auf die Ratschläge von Google selbst hört. Alles gut und schön, sollen Sie und wir nun alles einmal ausmisten? Daher möchten wir konkret werden, denn wir stehen vor derselben Herausforderung wie Sie.

Wirft man einen Blick auf die Google Guidelines, die zu jedem Core-Update gleich miterscheinen, wird vor allem deutlich, dass Inhalte belohnt werden, die auf den Nutzer zugeschnitten sind. Wie sagt man doch so schön „people first“. Sie sollten also beachten:

  • Eine eindeutige Zielgruppe zu definieren (B2B oder B2C? KMU oder Großunternehmen? Ganz junge KundInnen oder Kunden Ü 40?)
  • Ihre Website und Ihre jeweiligen URLs sollten Schwerpunkte und Hauptthematiken besitzen
  • Dass Ihre Inhalte Fachwissen präsentieren, das direkt von Ihnen und der Nutzung Ihrer eigenen Produkte stammt, Bild- und Audiomaterial sowie andere Materialien untermauern Ihr Fachwissen
  • Dass Ihre Inhalte einen Lerneffekt für den Leser haben
  • Sie die emotionale Lage Ihres Nutzers positiv beeinflussen. Sie sollten ihn nicht vor weitere Probleme stellen, sondern ihm tatsächliche Lösungen bieten
  • Dass Google neue Richtlinien für Produktbewertungen und Rezensionen hat

Allerdings sollten Sie folgende Punkte besser vermeiden:

  • Rein SEO optimierte Texte
  • Automatisiert Inhalte zu Themen produzieren
  • Inhalte von fremden Websites bloß zusammenzufassen. Abschreiben ist ein No-Go!
  • Trendgeleitet Inhalte zu verfassen
  • Übermäßig viele verschiedene Inhalte zu verfassen, nur um mit einigen davon Rankings zu erhalten

Ist UGC die Lösung?

Wie wir schon erwähnt haben, sollten Sie unbedingt automatisch generierten Content vermeiden. Ob UGC, also „User Generated Content“ nun schädlich für Ihre Website sein kann, dazu verrät Google noch nichts. Grundsätzlich wäre dieser Ansatz die ideale Verbindung zwischen dem Nutzer und der Präsentation Ihrer Produktvielfalt und Dienstleistungen, allerdings ist sicher, dass UGC vom Helpful Content Signal gesichtet werden wird.

Bevor mithilfe dieser Methode erstellte Inhalte also bewertet wurden (prüfen müssen Sie Inhalte vor der Veröffentlichung ohnehin!), raten wir Ihnen, diese Seiten kurzfristig auf „noindex“ zu schalten. Für Links empfehlen wir das Attribut “rel=”ugc”, damit der Algorithmus nicht aufhorcht und Ihre gesamte Webseite leidet. Dies sollte aber wirklich nur eine ad hoc Reaktion auf das Update sein, denn gerade bei vielen betroffen Seiten ist eine Überarbeitung der Texte unausweichlich.

Allerdings sollten Sie auch hier wissen, dass ebenso wie die Ausschläge des Updates Ihre Verbesserungsmaßnahmen nicht sofort in den Analysetools sichtbar werden. Auch hier müssen Sie sich einige Wochen gedulden, bis Sie feststellen können, ob Ihre Umsetzung erfolgreich war.

Unser Fazit

Kurz gesagt: Hören Sie auf, sich von Google hetzen zu lassen. Weder sollten Sie Google nachjagen noch sich selbst durch das Helpful Content Update zum Verfolgten machen!

Wieder ein neuer Google-Algorithmus, das war uns letztlich allen klar und auch, dass Seiteninhalte nicht ausschließlich für die Suchmaschine gemacht sein sollen. Das Vorschieben eines neuen Rankingsignals macht aus der vorher schon geltenden Empfehlung bloß endgültig ein Muss. Dieses Core-Update zielt vor allem auf das Innere, also auf Herz und Niere Ihrer Inhalte ab und rückt die User Experience deutlicher in den Vordergrund, was für Sie als Unternehmer nur vorteilhaft und nachhaltiger ist. Sicherlich auch vor dem Hintergrund, dass dadurch ein Anlass geschaffen wird, nicht nur neuen Content zu produzieren, sondern in gute und schlecht Inhalte unterteilen lernen und die alten Kamellen gänzlich auszusortieren. Dennoch gilt, dass gute Inhalte, die sich auf einer Website mit vielen schlechten Inhalten befinden, noch ein gutes Ranking erzielen können.

Wenn Sie aktuell ebenfalls vor Herausforderungen durch das neue Google-Update stehen, sprechen Sie uns gerne an uns vereinbaren eine kostenlose Erstberatung.

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Jonas Montag

Bastian Broekmans

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